Im September 2026 sinkt der Lipno-Stausee in Südböhmen so tief, dass bei Dolní Vltavice plötzlich behauene Grabsteine aus dem Schlamm auftauchen. Diese Folge rekonstruiert, wie das deutschsprachige Dorf Untermoldau zwischen Vertreibung und Flutung in den 1950er-Jahren von der Landkarte verschwand und warum seine Spuren bis heute unter Wasser liegen. Anhand von Museumsfunden, historischen Katasterkarten und dem Fotoarchiv des Ateliers Seidel zeigt sich, wie aus zwölf geborgenen Steinen wieder Namen und Familien werden. Dazu die Geschichte eines zweiten Fundes im selben See ein Jahr zuvor, als Soldaten bei einer Tauchübung ein verschwundenes Auto und zwei vermisste Menschen entdeckten. Am Ende steht kein Mythos, sondern ein nüchterner, gut dokumentierter Blick auf das, was ein Stausee über Jahrzehnte verbirgt und nur bei extremem Niedrigwasser freigibt.
KAPITEL
0:00 Intro
0:42 Zwei Funde, ein See
1:27 Der Lipno-Stausee
3:13 Das verschwundene Dorf
5:41 Vertreibung der Bewohner
6:46 Die Flutung des Tals
8:48 Der Autofund 2025
11:03 Entdeckung der Grabsteine
12:39 Was die Steine erzählen
13:52 Rekonstruktion der Dorfgemeinschaft
17:50 Was noch unter Wasser liegt
SOURCES
- Jan Štifter — Vltavice (2017)
- Radio Prague International — coverage of the Dolní Vltavice gravestone discovery — https://english.radio.cz
- Expats.cz — report on gravestones uncovered at Lipno reservoir — https://www.expats.cz
- Oberösterreichische Nachrichten (OÖN) — report on the car and remains found in Lipno reservoir — https://www.nachrichten.at
- Museum Český Krumlov — official information on regional cultural heritage — https://www.muzeumck.cz
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